Jazzverbände stehen solidarisch mit den Kulturschaffenden in Sachsen-Anhalt

Liebe Jazz-Szene, 

wir sind tief betroffen von den Wahlergebnissen für den Landtag in Sachsen-Anhalt. Dass eine gesichert rechtsextreme Partei deutlich stärkste Kraft wird, lässt uns erschüttert, besorgt und mit einem Gefühl der Hilflosigkeit zurück.

Aber wir als Szene sollten in diesem Gefühl nicht verharren, sondern zusammenstehen, Zeichen setzen und mit noch mehr vereinten Kräften für die in unserer Kunstform und in unserer Szene hochgehaltenen Ziele und Werte einstehen. Auch wenn wir selbst nicht immer in der Lage sind, all dem gerecht zu werden, eint uns doch das Selbstverständnis, dass Vielfalt und Buntheit ein essentieller Teil unserer Musik und insbesondere unserer Gesellschaft sind.

Zeigen wir das sowohl in als auch außerhalb von Sachsen-Anhalt, denn es betrifft uns alle! 

Es gibt zahlreiche aktive Menschen, die schon lange gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit aufstehen.

Danke für euer Engagement!

Im Kulturbereich haben sich Organisationen und Verbände in der Dachorganisation „Die Vielen“ zusammengeschlossen. 

Diese haben ohnehin vor den Wahlen in Berlin eine Demonstration gegen rechte Hetze und für Vielfalt initiiert. Jetzt, mit den Ergebnissen in Sachsen-Anhalt, ist es umso wichtiger, Farbe zu bekennen.

Morgen fängt das A-Minor Festival in Halle/Saale, organisiert vom örtlichen Jazzkollektiv, an. Ein besseres Zeichen in diesen Zeiten kann es nicht geben! Wir sind solidarisch mit unseren Kolleg*innen in Sachsen-Anhalt. 

Was ihr tun könnt: 
Geht zu den Konzerten und macht weiterhin Konzerte, überall!
Sagt etwas bei euren Konzerten und zeigt Haltung.

Kommt zum Beispiel zur Demonstration von „Die Vielen“ am 12. September 2026 um 14:00 Uhr in Berlin – es wird sicherlich auch noch viele andere Möglichkeiten deutschlandweit geben.

Folgt ihrem Instagram-Account https://www.instagram.com/dievielen/
Teilt ihre Posts auf Social Media https://dievielen.de/downloads

Wir als Jazzverbände setzen uns bundesweit und regional ein und arbeiten dafür, dass unsere Gesellschaft offen und frei bleibt. Macht mit!

Keine Angst, sondern Mut und Aktion!

Eure
Deutsche Jazzunion e.V.
Bundeskonferenz Jazz

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