Liebe Kolleg*innen des Jazz und der Improvisierten Musik

Handzettel zum Vorlesen & Ausdrucken (Langversion)

Wir haben für euch einen Handzettel in einer Lang- und Kurversion vorbereitet (beides auch auf englisch!).
Hier die Langversion, direkt darunter könnt ihr alle Versionen als PDF herunterladen!

JAZZ IST VIELFALT
Investiert in Kultur! 

Liebes Publikum!

Hier auf der Bühne und in diesem Raum findet heute Musik statt, weil Jazz und Improvisierte Musik wie viele andere Künste auch öffentlich gefördert werden. Auch wenn dieser Veranstaltungsort vielleicht nicht direkt gefördert wird: Verschiedene Förderprogramme auf Landes und Bundesebene unterstützen auf vielfältige Weise: 

  • Sie finanzieren oder kofinanzieren Festivals und Konzertreihen.
  • Einzelne Spielstätten in Deutschland werden langfristig kommunal unterstützt.
  • Komposition und Proben von großen und aufwändigen Projekten werden mit einmaligen Projektförderungen ermöglicht.
  • Für lang existierende Ensembles gibt es Förderungen, die Management, PR und Verwaltung unterstützen.
  • Durch Stipendien an einzelne Künstler*innen werden Kompositions- und Forschungsvorhaben ermöglicht.
  • In einzelnen Kommunen gibt es Programme, die die Miete von Probenräumen subventionieren.
  • Es gibt Tourneeförderungen, die Reisekosten und Gagen aufstocken und damit ermöglichen, dass Konzerte auch an Orten stattfinden können, die von sich aus nicht die Kosten decken können.
  • Es gibt Förderprogramme, die es Spielstätten erlauben, abseits von gewinnorientierten Entscheidungen zu kuratieren und damit vielfältige Programme zu gestalten.
  • Spielstätten werden in der Erneuerung technischer Infrastruktur unterstützt, es gibt Fördermöglichkeiten die einen Umbau unter ökologisch nachhaltigen Gesichtspunkten unterstützen.
  • Durch Preisgelder wird Künstler*innen ermöglicht, wieder in ihre Arbeit zu investieren.
  • Nicht wenige der ansonsten ungeförderten Clubs und Spielstätten können nur mit dem Spielstättenpreis APPLAUS existieren.
  • Teilweise werden Produktionen kofinanziert. Wir wissen alle, dass eine CD-Produktion heute mehr kostet als vor 5 Jahren, dank der Streamingdienste aber kein oder kaum Geld eingespielt wird.
All diese vielfältige Unterstützung war schon in der Vergangenheit nicht immer ausreichend, aber im Zusammenspiel hat Vieles funktioniert und unter anderem möglich gemacht, dass Sie hier heute Abend Musik hören. Wir Musiker*innen sind abhängig davon, dass öffentliches Geld nicht nur in die Opernhäuser, Theater und Museen fließt, sondern auch in die sogenannte Freie Szene. Unsere Musik findet fast ausschließlich außerhalb der staatlichen Institutionen statt. Aber gerade die Strukturen der Freien Szene sind fragil – und massiv in Gefahr. Auf Bundesebene stehen Kürzungen von 50 Prozent im Raum, in vielen Bundesländern und Kommunen wird ebenfalls radikal gekürzt. Das bedeutet nicht nur, dass deutlich weniger Konzerte stattfinden werden (befürchtet wird aktuell eine Halbierung), sondern dass auch weniger Neues entstehen kann und dass mittelfristig viele Musiker*innen ihre Lebensgrundlage verlieren. 
 
Bitte informieren Sie sich. Sprechen Sie mit den Veranstalter*innen ihrer Lieblingskonzerte, sprechen Sie mit Abgeordneten in Ihren Wahlkreisen, den Bundestagskandidat*innen Ihrer Region oder werden Sie Fördermitglied in einem Interessenverband. Wir brauchen jetzt auch die Unterstützung unseres Publikums, um gegen diese Kürzungen zu protestieren und darauf aufmerksam zu machen, was an Vielfalt verloren zu gehen droht. 
 
Das Kaputtsparen von Strukturen für Kultur und Bildung ist ein antidemokratisches Projekt. Der Konsens, dass Kunst und Kultur wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenseins sind, droht verloren zu gehen. Bitte unterstützen Sie alle, die dagegen kämpfen und wählen sie demokratische Parteien!  

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Die Kampagne JAZZ IST VIELFALT. Investiert in Kultur! lädt alle Akteur*innen der Jazzszene ein, mitzuwirken, laut und sichtbar zu werden. 

Neben den einfachen Download-Materialien hast du hier die Möglichkeit, kostenlos Postkarten und A3 Plakate zu bestellen.

Bitte bestelle nur so viele Materialien, wie du auch verteilen/aufhängen kannst.

Wir danken dir für dein Engagement!

Gemeinsam sind wir stark!

Presse

Die beteiligten Verbände

Die Kampagne JAZZ IST VIELFALT. Investiert in Kultur! wurde von den Interessenverbänden der Jazz- und Improvisationsszene in Deutschland ins Leben gerufen 

Die Deutsche Jazzunion wurde 1973 gegründet und ist als Sprachrohr der Jazzmusiker*innen in Deutschland eine wichtige Ansprechpartnerin für die Politik auf Bundesebene. Zu den Kernzielen des Verbands gehören die Verbesserung der Vergütung und der sozialen Absicherung von Jazzmusikerinnen, der Ausbau der spezifischen Förderung für Jazz und Improvisierte Musik sowie die Stärkung der Spielstätten.

deutsche-jazzunion.de

Die IG Jazz Berlin ist die kulturpolitische Vertretung von Akteur*innen aus den Bereichen Jazz und Improvisierte Musik. Mit derzeit ca. 350 Mitgliedern vertritt die IG Jazz Berlin die Belange der vielfältigen Berliner Szene – nicht nur ihrer Musiker*innen, sondern auch ihrer Veranstalter*innen und sonstiger Akteur*innen im Bereich von Jazz und Improvisierter Musik.

ig-jazz-berlin.de

Die Bundeskonferenz Jazz ist die Interessenvertretung der deutschen Jazzszene. Seit 2002 führt sie als übergreifende Vereinigung die vorhandenen Kompetenzen von Fachorganisationen und -institutionen des Jazz in Deutschland zusammen. 

bk-jazz.de

JAZZ RLP ist der 2019 neu gegründete Landesverband für Jazz in Rheinland-Pfalz e.V. Grundlegende Ziele des Verbands sind sowohl die Förderung der Jazzszene im Bundesland in der ganzen stilistischen Breite als auch die Vernetzung von Musiker*innen, Veranstalter*innen, Spielstätten, Institutionen, und Bildungsträgern.

jazz-rlp.com

Die Aufgabe des Bayerischen Jazzverband e.V. ist die Förderung des Jazz und verwandter kreativer Musik in Bayern. Zu den Aufgaben gehören insbesondere die Vermittlung eines umfassenden, sachlichen Bildes der kulturellen Bedeutung und Stellung des Jazz innerhalb der Musiklandschaft in den Medien und der Öffentlichkeit. Der Bayerische Jazzverband e.V. fördert die Wahrnehmung der Interessen der Jazzmusiker/innen auf Landesebene in Kooperation und im Austausch mit anderen Verbänden und Vereinigungen und vertritt die Interessen von Nonprofit-Jazz-Veranstaltern gegenüber Politik und Verwaltung.

Das Jazzbüro Hamburg vertritt die Interessen der Jazz-Musiker*innen und Jazz-Akteur*innen. Wir sind ein Bindeglied zwischen Politik, Öffentlichkeit und der Szene. Wir verstehen Jazz als lebendige Musik, die neue Strömungen aufgreift und Trends setzt. Jazz lebt ganz besonders vom kulturellen Austausch. Daher fördern wir den nationalen und internationalen Austausch zwischen Musiker*innen. Uns interessiert die aktuelle Vielfalt des Jazz und das Image Hamburgs als Musikstadt. Unser Ziel ist Hamburg als „Jazzstadt“ zu gestalten, ein Ort, in dem der Jazz die ihm zukommende Rolle im Musikleben der Stadt einnimmt.

jazzbuero-hamburg.de

Die Landesarbeits-gemeinschaft Jazz in Niedersachen e.V. (LAG JAZZ) ist der Verband der Jazzschaffenden in Niedersachsen. Wir verstehen uns als Sprachrohr für die niedersächsische Jazzszene und haben es uns zur Aufgabe gemacht als (eine) treibende Kraft die Jazzlandschaft in Niedersachsen – vom Wattenmeer über die Lüneburger Heide bis in den Harz – mitzugestalten. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Institutionen, Initiativen, Veranstalter*innen, Musikern*innen und Pädagog*innen zusammen. Wir möchten zeigen, wie viel Jazz in Niedersachsen steckt und die finanziellen und strukturellen Bedingungen verbessern, um noch mehr Jazz in Niedersachsen entstehen zu lassen. 

lag-jazz.de

Der Jazzverband Sachsen e.V. ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen des Jazz und der jazzverwandten Musik in Sachsen aller Generationen. Wir verstehen uns als Ratgeber und kulturpolitisches Kompetenzzentrum für Kommunikation, Vernetzung und Austausch und stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen den Jazz als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens. Wir vertreten die Interessen von Musiker*innen, Veranstalter*innen und Ausbildungsstätten gleichermaßen.

jazzverband-sachsen.de

 

Die IG Jazz Brandenburg, zielt darauf ab ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen mit Veranstalter*innen und Musiker*innen, die sich mit ihrer Region identifizieren und eine lebendige Szene gestalten. Die bisherige Situation des Jazz in Brandenburg ist durch eine fragmentierte Struktur gekennzeichnet und steht im Schatten der großen Berliner Jazzszene. Wir wollen eine neue Generation von Jazzmusikerinnen und -musikern fördern und die Jazzkultur stärker in der Gesellschaft verankern.

Seit nahezu 40 vertritt der Jazzverband Baden-Württemberg die Interessen der Jazzclubs und Musikerinitiativen im Land. Gegründet wurde der Verband im Jahr 1986 auf eigene Initiative verschiedener Jazzclub-Betreiber*innen mit dem Ziel mehr Auftrittsmöglichkeiten für Jazzmusiker*innen und insbesondere für Nachwuchsmusiker*innen zu schaffen. Mittlerweile sind über 40 Jazzclubs im Verband organisiert, die sich geographisch über ganz Baden-Württemberg verteilen.

jazzverband-bw.de

Die Kölner Jazzkonferenz (KJK) wurde im Oktober 2015 nach einer Initiative von Reiner Michalke (Stadtgarten), Hans Martin Müller (LOFT) und Prof. Dieter Manderscheid (Hochschule für Musik und Tanz Köln) gegründet und bündelte zunächst die Interessen aller, die sich organisatorisch mit Jazz und improvisierter Musik beschäftigen. Von Anfang an war es ihr Ziel, legitimierter Ansprechpartner für die Politik zu sein, Forderungen an die Politik und das Kulturamt der Stadt Köln zu bündeln und zu vertreten sowie die mediale Präsenz des Jazz und der improvisierten Musik in Köln zu verbessern.

jazzstadt.de

Das Jazzinstitut Darmstadt ist ein weltweit anerkanntes Forschungs- und Informationszentrum für Jazz und improvisierte Musik. Neben der Sammlung und Archivierung von Tonträgern, Zeitschriften und Plakaten spielen die öffentliche Vermittlung von Jazz(geschichte) sowie die Netzwerkarbeit eine zentrale Rolle. Durch Veranstaltungen wie das alle zwei Jahre stattfindende Darmstädter Jazzforum, Konzert- und Vermittlungsformate sowie Workshops trägt das Institut aktiv zur lebendigen Auseinandersetzung mit der Musik bei.

jazzinstitut.de

Der Jazzverband Hessen ist aus dem „Netzwerk Jazz in Hessen“ hervorgegangen, und möchte zukünftig die Belange aller mit dem Jazz verbundenen Hess*innen auf Landes- und Bundesebene (und darüber hinaus) vertreten.

jazzverband-hessen.de