Zwischen Vision und Struktur: Neue Wege der Jazzförderung – Fokus Large Ensembles
Die Frage nach nachhaltiger Strukturförderung für die freie Musikszene ist wieder verstärkt auf die kulturpolitische Agenda gerückt – nicht zuletzt durch das Positionspapier des Deutschen Musikrats, das mit seinem Drei-Säulen-Modell den Bedarf nach einer neu aufgestellten Förderarchitektur deutlich formuliert. Auch im Jazz und in der Improvisierten Musik wird diese Debatte seit Langem geführt. Die Deutsche Jazzunion setzt sich bereits seit Jahren für strukturelle Fördermodelle ein und richtet den Blick dabei seit einigen Monaten verstärkt auf die spezifische Situation von Large Ensembles.
Gerade diese künstlerische Form bringt besondere Anforderungen mit sich: Große Besetzungen ermöglichen komplexe musikalische Konzepte, langfristige künstlerische Entwicklungen und kollektive Arbeitsweisen. Gleichzeitig sind sie mit hohen organisatorischen, finanziellen und logistischen Aufwänden verbunden, die sich mit rein projektbasierter Förderung oft nur schwer abbilden lassen.
Das Panel ist mit einem Live-Feedback-System angelegt und bringt Vertreter*innen aus Fördereinrichtungen des Bundes und der Länder sowie das Publikum aktiv zusammen. Ausgehend von Best-Practice-Beispielen sollen bestehende Fördermodelle, strukturelle Herausforderungen und konkrete Bedarfe debattiert werden. Durch das offene Diskussionsformat werden auch Stimmen aus dem Publikum einbezogen, um möglichst viele Perspektiven aus Praxis, Politik sowie Förderung zusammenzuführen und gemeinsam über Wege zu einer nachhaltigeren Förderstruktur für Large Ensembles nachzudenken.
Panel-Teilnehmer*innen
Thomas Baerens, tbc
Vita
Claudia Schurz, tbc
Vita
Jörn Marcussen-Wulff, tbc
Vita
Evgenij Zelikman, tbc
Vita
Lena Krause, tbc
Vita
Camille Buscot (Moderation)
Camille Buscot war von Dezember 2022 bis April 2024 Geschäftsführerin der IG Jazz Berlin. Die in Deutschland geborene Französin hat 2020 ihren Master in Kulturwissenschaft (Bachelor: Kulturwissenschaft und Kunst- und Bildgeschichte) an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen. 2016 ist sie durch ihre Tätigkeit bei der Deutschen Jazzunion zur Jazz- und Improvisationsszene sowie zur kulturpolitischen Arbeit gekommen. Dort war sie (2020-2023) als Leiterin Kommunikation & Netzwerke tätig und ist anschließend zum 1. Mai 2024 als Geschäftsführerin zur Deutschen Jazzunion zurückgekehrt.