Digitale Akademie „Insight Out“ – Rückenwind für die musikalische Bildung

Das Panel zum Potenzial von Improvisierter Musik und Jazz in der Musikpädagogik wurde im Rahmen unseres Kooperationsprojekts Jazzpilot*innen mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der jazzahead! 2022 durchgeführt.

Für die einen ist das Unterrichten erfüllende Kunstform. Für die anderen leidiger Broterwerb unter widrigen Bedingungen. Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, wie man die Situation für Musiker*innen, Pädagog*innen und somit die Schüler*innen selbst verbessern könnte. Die Kerncurricula der Kultusministerien und Musikschulen werben für das Fach Musik mit Hauptzielen wie Kreativität, Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Gleichzeitig findet Musik an Schulen oft nicht statt. In allen Bundesländern gilt sie als sogenanntes Mangelfach.

Welche Rahmenbedingungen braucht es, um nachhaltig mit Kindern auf Ziele wie Selbstausdruck und Kreativität hinzuarbeiten? Und wie können Jazzmusiker:innen die Situation verbessern? Und wenn der Unterricht dann doch stattfindet, fehlt in puncto Improvisierte Musik und Jazz oft das nötige Handwerkszeug. Ist das, was heute im Jazzstudium an Pädagogik gelehrt wird, in dieser Hinsicht effektiv? Welche neuen Unterrichtskonzepte mit experimentellen, improvisatorischen und groovenden Anteilen könnten unterrichtende Jazzmusiker*innen und Musikpädagog*innen bei ihrer Arbeit unterstützen?

Moderation: Jakob Fraisse (Deutsche Jazzunion) und Sina-Mareike Schulte (Musikland Niedersachsen)

Panelist*innen: Mascha Corman, Dr. Frank Dorn, Prof. Anette von Eichel und Prof. Anne Mette Iversen